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Expertentipp

Geld und Energie sparen

Mit einem Effizienzhaus können Energiekosten langfristig gespart werden.
Aber bereits beim Bau des Hauses profitieren Bauherren von Fördergeldern,
wenn sie auf den KfW Effizienzhaus-Standard achten.

Wohnkomfort, Werterhalt und geringere Energiekosten sprechen für den Bau eines Effizienzhauses, gleichzeitig profitieren Bauherren von attraktiven Förderungen.
„Der Tilgungszuschuss der KfW-Bank ist umso höher, je geringer der Energiebedarf der neuen Immobilie ist“, erklärt Bodo Lauterborn, Geschäftsführer der KS Hausbau GmbH in Hilzingen. Denn der deutsche Staat fördert über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) energieeffiziente Häuser mit zinsgünstigen Darlehen und gewährt bei besonders hohen Energieeinsparungen eben zusätzlich spezielle Tilgungszuschüsse. Laut Energiesparverordnung (EnEv) darf der Energieverbrauch bei einem Neubau einen bestimmten Standardwert nicht überschreiten.
Dieser bezieht sich auf den Energiebedarf eines Gebäudes pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche und Jahr. Wichtig zu wissen: Der Standardwert wird durch bauliche Maßnahmen und Haustechnik erreicht, nicht durch das Nutzerverhalten. Das bestimmt nur den tatsächlichen Verbrauch. Die KfW fördert den Neubau von Wohnhäusern mit den KfW-Effizienzhaus-Standards 40 Plus, 40 und 55. Seit dem
1. April diesen Jahres ist die neue Energiesparverordnung in Kraft getreten, nach der der frühere KfW 70 zum normalen Standard wurde. „Um noch Fördermittel zu bekommen, muss der Neubau mindestens den KfW 55 Standard haben“, sagt Bodo Lauterborn. Vereinfacht gesagt, entsprechen Neubauten dem 100-Standard.
Das Effizienzhaus 55 beispielsweise steigert die Energieeffizienz durch einen
45 Prozent geringeren Verbrauch. Die aktuellen Förderungsstufen lauten:
KfW-Effizienzhaus 55: Überdurchschnittliche Energieeinsparung kann durch ein Heizungs- und Wärmedämmpaket erreicht werden. KfW-Effizienzhaus 40:
Der Energiebedarf beträgt 40 Prozent des erlaubten Wertes. Eine exzellente Energieeinsparung wird erzielt. Vorteil: niedrigere Energiekosten als mit KfW-Standard 55.Plus-Energie 40 W: Dazu gehören unter anderem der Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung, Dämmung unter der Bodenplatte und Einbau von verbesserten Fenstern.